2 Hauben bei Gault Millau
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität; BEWERTUNG 2010
Nicht nur, dass schon der Ausblick auf See, Fels und Wald den Werbeslogan „Das kleine Paradies“ rechtfertigte, auch das hochmotivierte Service- und Küchenteam tat alles , um uns den Abend angenehm zu gestalten: Nach einer aparten Miniatur von Hirsch und Spargel als Gruß aus der Küche präludierte diese mit einem anmutigen Arrangement von Alpenlachs, Saiblingskaviar und origineller Lasagne von Roten Rüben. Es folgte ein harmonisches Duett von Bärlauch- und Schwarzwurzelschaumsuppe, ehe mit unübertrefflich zarten Kalbsmedaillons auf idealtypisch geratenem Risotto der Höhepunkt der von uns gewählten Speisenfolge erreicht wurde. Dass der Umgang mit Fisch souverän beherrscht wird, demonstrierte eine ansprechende Kombination von Saiblingsroulade und –filet sowie die Forelle Müllerinart als makelloser Klassiker. Das animierte uns zu einem ebenfalls klassischen Finale mit hauchfeinen Crêpes Suzettes, die jenseits von gekonnter Show und Feuerzauber auch geschmacklich keinen Wunsch offen ließen. Solide Weinauswahl und faire Preisgestaltung vermittelten uns die Erkenntnis, in ein Paradies ohne Schlange geraten zu sein.
Das Parkhotel Tristachersee wendet sich mit seinen Angeboten, vom Golfurlaub bis zum Wellness-Wochenende mit Kneipp-Wassertretanlage und Ayurveda, an ein breites Zielpublikum. Die Zimmer und Suiten verfügen unter anderem über Sat-TV, Radio, Selbstwähltelefon und DSL Internetzugang, wer eine Bergesteigung plant, findet in seinen Räumlichkeiten zudem Wanderbücher und Karten der näheren Umgebung. Besonders stolz ist man schließlich auf die hauseigenen Mineralwasserquellen, mit denen das ganze Parkhotel versorgt wird.
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Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität; BEWERTUNG 2009
Das Restaurant des Genießer-Parkhotels erinnert in vielen Belangen an die noblen Adressen der Kärntner Badeseen: Direkt am Tristacher See gelegen, erlaubt es im Winter einen Blick auf die Eisstockschützen, im Sommer erfreuen Wanderer und Fischer den Blick der Gäste. Und auch vom Ambiente lässt sich eine gewisse Wörthersee-Assoziation nicht ganz vermeiden. Nach einer gebratenen Garnele mit Hummerchip als kleinen Gruß aus der Küche erwärmte man sich an einer Schaumsuppe vom Parmesan mit einem kleinen gebackenen Lammknödel als Einlage. Zwar hätte der Suppe mehr Käse-Aroma nicht geschadet, alles in allem war sie aber eine angenehme Abwechslung im Suppenalltag. Das großartige Schwarzwurzel-Risotto mit Forellenfilet leitete äußerst angenehm zum nächsten Gang über, einem im Bambuskorb gedämpften Karpfen, der sich als erfreuliche Neuinterpretation dieses Klassikers erwies. Der Fisch kam dank des Dämpfens fast fettfrei auf den Tisch und erhielt durch den darüber gehobelten Kren und das Fenchelgemüse eine angenehm würzige Note. Das abschließende hausgemachte Amarettoeis hinterließ mangels Süße und Mandelgeschmacks keine bleibende Erinnerung.
Die Seestudios, Suiten und Appartements des kinderfreundlichen Hotels sind alle nach Süden zum See ausgerichtet und verströmen ein unverwechselbares Flair. Ein weiteres Plus des Hauses: Wegen seiner dezentralen Lage ist man bei einem Aufenthalt weitgehend vor Straßenlärm und anderen negativen Umwelteinflüssen geschützt. Ein weiteres Privileg bietet die hauseigene Maximilianquelle, die durstigen Urlaubern rund um die Uhr erquickende Erfrischung verspricht.


